Kaffeemaschine entkalken: Anleitung, Mittel und Dosierung

Filterkaffeemaschine mit Kalkablagerungen im Wassertank
Im Wassertank und in den Leitungen setzt sich Kalk zuerst ab.

Wie kann ich meine Kaffeemaschine entkalken?

Wer gerne Kaffee bei sich zu Hause oder auch im Büro genießt, liebt seine Kaffeemaschine und möchte diese natürlich auch möglichst lange nutzen. In den letzten Jahren sind vor allem Kaffeevollautomaten immer beliebter geworden. Ein wichtiger Faktor, um die Lebensdauer eines Kaffeevollautomaten zu erhöhen, ist dabei insbesondere das Entkalken. Leider wird es noch immer von vielen Verbrauchern missachtet oder unterschätzt. Dennoch sollte man regelmäßig eine Entkalkung durchführen, damit das Gerät weiter voll funktionsfähig bleibt.

Die Entkalkung der Kaffeemaschine – warum ist sie so wichtig?

In den meisten Fällen merkt man schon nach einigen Monaten, während der die Kaffeemaschine in Gebrauch ist, dass es Zeit zum Entkalken wird. Vielleicht fließt der Kaffee plötzlich nur noch in einem dünnen Strahl aus der Maschine – oder er tröpfelt sogar nur noch. Dies ist eines von vielen Zeichen dafür, dass die Leitungen in der Maschine verkalkt und damit praktisch verstopft sind.

Diese Ablagerungen entstehen durch das Erwärmen des Wassers in der Maschine: Die Wärme setzt Kalk frei. Sobald das Gerät sich danach wieder abkühlt, lagert sich auch das Kalk wieder ab – und das ist meistens direkt an den Leitungen. Mit der Zeit entstehen somit große Mengen, welche verhindern können, dass der Kaffee richtig durchfließen kann. Das merkt man meist zuerst am Aroma, aber später auch an lauteren Geräuschen der Maschine oder an der Konsistenz des Kaffees in der Tasse. Als Besitzer einer hochwertigen Kaffeemaschine sollte man das Entkalken also im eigenen Interesse regelmässig durchführen.

Erst die Wasserhärte, dann das Intervall. Die meisten Maschinen lassen sich auf den Härtegrad einstellen – und genau der entscheidet, ob du alle sechs Wochen oder alle sechs Monate entkalkst. Steht die Maschine auf „weich“, obwohl dein Wasser hart ist, meldet sie viel zu spät.

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Wie funktioniert das Entkalken der Kaffeemaschine richtig?

Viele moderne Kaffeevollautomaten verfügen über ein integriertes Programm zur Reinigung, welches nach einer bestimmten Anzahl an Brühvorgängen automatisch beginnt, zu entkalken. So befinden sich in der Maschine schon spezielle Chemikalien zum Entkalken. Die müssen einfach gewechselt werden, sobald sie einige Male in Gebrauch waren. Sollte dies nicht der Fall sein, dann ist es wichtig, vorher den Härtegrad des Leitungswassers zu prüfen. Hierfür gibt es meist vom Hersteller der Kaffeemaschine einen praktischen Teststreifen, mit dem man den Kalkanteil im Wasser in Sekundenschnelle ermitteln kann.
 

Anhand des Ergebnisses liest du in der Bedienungsanleitung ab, wann entkalkt werden muss. Grundsätzlich sollte man diesen Vorgang jedoch spätestens alle zwei Monate durchführen, denn sonst kann es geschehen, dass die Kaffeemaschine irgendwann unbrauchbar wird, weil die Leitungen zu verkalkt sind und dieser sich nicht mehr komplett entfernen lässt.

Für die Entkalkung selbst nimmst du am besten Entkalkungstabs. In der Regel spielt es keine Rolle, welche Tabs dies sind – sie werden von zahlreichen Herstellern produziert. Allerdings ist es dafür umso wichtiger, darauf zu achten, wie hoch die Konzentration der Chemikalien in den Tabs ist. Hier eignet sich also nicht jedes Tab automatisch für jede Maschine. Pro Tab darf somit nur genau so viel Wasser verwendet werden, wie es auch auf der Verpackung vermerkt ist. Du kannst
also auch den günstigsten Entkalker verwenden, wenn er sich für deine Maschine eignet – das wird dem Ergebnis keinen Abbruch tun. Wichtig: Entkalker für die Waschmaschine oder die Spülmaschine ist in keinem Fall für die Kaffeemaschine geeignet!

Kaffeemaschine entkalken mit Hausmittel

Eine einfache Lösung, die Kaffeemaschine zu entkalken, ist mit dem Einsatz von üblichen Hausmitteln, beispielsweise Essig, Essigessenz, Backpulver oder Zitronensäure. Hier findest du alle Hausmittel und erfährst, wie du damit deine Kaffeemaschine entkalkst.

Kaffeemaschine entkalken mit Essig

Essig und Olivenöl

Essig hat in der Regel jeder Daheim, da muss es nicht gleich der teure Entkalker aus dem Fachhandel sein. Doch auch beim Entkalken mit Essig sollte man einige Punkte beachten, so sollte man nicht den puren Essig in die Kaffeemaschine kippen. Damit es beim Kaffeemaschine entkalken mit Essig klappt, haben wir die wichtigsten Punkte zusammengestellt.
Mehr über die Entkalkung der Kaffeemaschine mit Essig.

Kaffeemaschine entkalken mit Essigessenz

Essigessenz ist deutlich stärker konzentriert als Essig, daher sollte man beim Entkalken mit Essigessenz vorsichtig sein. Bevor man es verwendet, sollte es stark mit Wasser verdünnt werden. Wer einige Punkte beim Kaffeemaschine entkalken mit Essigessenz beachtet, bekommt ein sauberes Ergebnis. Das Wichtigste dazu steht hier.
Mehr über die Entkalkung der Kaffeemaschine mit Essigessenz.

Wichtiger Hinweis:

Essig ist zwar eine große Hilfe, um den Kalk zu lösen, kann jedoch die empfindlichen Gummidichtungen in der Maschine schädigen und löchrig werden lassen. Maximal ist die Verwendung von Essig erlaubt, um Kalkreste im Wassertank zu entfernen. Bevor du ihn wieder einsetzt, spülst du ihn gründlich mit klarem Wasser nach, denn sonst kann sich der Essiggeschmack schnell in die Kaffeemaschine und dadurch auch auf den Kaffee selbst übertragen.

Kaffeemaschine entkalken mit Backpulver

Bild einer Tüte mit Backpulver

Backpulver ist ein vielseitig einsetzbares Hausmittel, das sich nicht nur zum Backen eignet. Mit Backpulver lassen sich viele Ziele erreichen, beispielsweise kann man mit Backpulver die Kaffeemaschine entkalken, das Bad reinigen oder Ameisen vertreiben. Hier steht, worauf es beim Entkalken mit Backpulver ankommt.
Mehr über die Entkalkung der Kaffeemaschine mit Backpulver.

Kaffeemaschine entkalken mit Zitronensäure

Neben teuren Kalkreinigern aus dem Fachhandel bietet Zitronensäure neben Essig und Essigessenz eine günstige und wirkungsvolle Alternative. Die Wirkungsweise ist ähnlich, da es sich wie bei Essig und Essigessenz um eine Säure handelt, die in der Lage ist den Kalk aufzulösen. Bei Zitronensäure sollte man jedoch extrem vorsichtig sein, da man bei falscher Anwendung mehr Schaden anrichtet, als man repariert.
Mehr über die Entkalkung der Kaffeemaschine mit Zitronensäure.


Kaffeevollautomat
Kaffeevollautomat

Kaffeevollautomat entkalken

Ein Kaffeevollautomat ist praktisch und einfach zu bedienen. Man drückt auf einen Knopf und schon kommt der Kaffee aus der Maschine, häufig sogar als Cappuccino oder Latte-Macchiato. Doch ein Kaffeevollautomat ist sehr anfällig gegen Kalkablagerungen, daher sollte man seinen Kaffeevollautomaten entkalken.

Speziell bei den Kaffeevollautomaten setzt Kalk der Anlage zu. Innerhalb kürzester Zeit kann bei hartem Wasser der Kalk die Leitungen in dem Kaffeevollautomaten so sehr zusetzt, dass der Durchfluss kaum noch gewährleistet werden kann.

Mehr über das Entkalken eines Kaffeevollautomaten.

Entkalken hilft. Nur nicht lange.

Jede Entkalkung entfernt den Kalk, der da ist – nicht den, der beim nächsten Brühen nachkommt. Wie oft du ran musst, hängt fast nur an einer Zahl: der Wasserhärte deiner Leitung. Ab etwa 14 Grad deutscher Härte wird aus der Pflege eine Routine alle paar Wochen, und zwar nicht nur an der Kaffeemaschine, sondern an Boiler, Duschkopf und Waschmaschine gleichzeitig.

Wer das abstellen will, setzt nicht am Gerät an, sondern am Wasser – und enthärtet es dort, wo es ins Haus kommt. Wie das technisch funktioniert und was es kostet, steht hier.

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Wie hart das Wasser bei dir ist, teilt dein Wasserversorger mindestens einmal im Jahr mit – so schreibt es § 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes vor. Was Wasserhärte ist, wie sie entsteht und wie man Grad deutscher Härte in Millimol umrechnet, erklärt Wikipedia zur Wasserhärte.