
Die Waschmaschine ist eines der am stärksten beanspruchten Geräte im Haushalt. Wer in einer Gegend mit hartem Wasser wohnt, muss regelmäßig entkalken – sonst leidet der Heizstab, der Trommel und das Waschprogramm. So machst du es richtig.
Warum verkalkt die Waschmaschine?
Der Heizstab der Waschmaschine erwärmt das Wasser auf bis zu 95 degC. Bei hohen Temperaturen fällt der im Wasser gelöste Kalk (Calciumcarbonat) als fester Belag am Heizstab aus. Das reduziert die Heizleistung, erhoht den Energieverbrauch und führt langfristig zu Defekten.
Auch im Seifenspender, in den Schläuchen und an der Trommelinnenwand können Kalkablagerungen entstehen.
Wie erkennst du eine verkalkte Waschmaschine?
- Wäsche fühlte sich nach dem Waschen härter an als fruher
- Wäschestücke haben einen grauen Schleier
- Aus der Maschine riecht es muffig
- Das Heizprogramm braucht länger als gewohnt
- Sichtbare Ablagerungen im Seifenspender oder Fach
Wie oft solltest du entkalken?
Seltener als oft behauptet. Miele schreibt in den Sicherheitshinweisen: „Bei richtiger Waschmitteldosierung ist ein Entkalken der Waschmaschine nicht erforderlich.“ Moderne Vollwaschmittel enthalten bereits Enthärter, die den Kalk binden, bevor er sich absetzt. Wer zu niedrig dosiert – etwa mit der Menge für weiches Wasser bei hartem Leitungswasser – schafft das Problem erst.
Ein Entkalkungsgang lohnt deshalb nicht nach Kalender, sondern wenn die Anzeichen oben auftreten: längere Heizzeiten, muffiger Geruch, sichtbare Ablagerungen im Waschmittelfach. Bei hartem Wasser über 14 °dH ist ein- bis zweimal im Jahr ein realistischer Rahmen.
So entkalkst du die Waschmaschine
Verwende ein Entkalkungsmittel für Waschmaschinen und gib es ins Waschmittelfach, nicht in die Trommel. Dosierung nach Packungsangabe, dann ein Leerlauf bei 60 Grad ohne Wäsche.
Warum hier keine Hausmittel? Bosch rät für die Waschmaschine ausdrücklich von beiden ab: „Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure sind für die Gummiteile Ihrer Waschmaschine sehr aggressiv.“ Betroffen sind vor allem die Türmanschette und die Schläuche – also genau die Teile, deren Austausch teuer wird.
Miele lässt Entkalkungsmittel auf Basis von Zitronensäure zu – das ist etwas anderes als Zitronensäurepulver aus der Tüte, weil solche Mittel gepuffert sind und Korrosionsschutz enthalten. Im Zweifel gilt, was im Handbuch deiner Maschine steht.
Waschmittel als Kalkschutz
Qualitätswaschmittel enthalten Enthartungssubstanzen (Zeolithe, Citrate), die Kalk im Wasser binden und so die Ablagerung am Heizstab reduzieren. Extra-Produkte wie Calgon funktionieren nach demselben Prinzip.
Dauerhafte Lösung: Weiches Wasser ab Hausanschluss
Wer monatliches Entkalken satt ist und seine Waschmaschine langfristig schützen will, sollte weiches Wasser für die ganze Wohnung (Anzeige · Shop des Seitenbetreibers) erwägen. Weiches Wasser braucht weniger Waschmittel, schont die Geräte und macht das Entkalken überflussig.