Kalk im Wasser - Gesundheit

Kalk im Wasser: Gesundheitlich bedenklich oder harmlos?

Weiße Flecken am Wasserhahn, Ablagerungen im Wasserkocher – Kalk im Wasser ist in vielen deutschen Haushalten alltägliche Realität. Doch ist Kalk im Trinkwasser eigentlich schädlich? Oder sogar gesund? Die Antworten überraschen viele.

Was ist Kalk im Wasser genau?

Wenn von „Kalk im Wasser“ gesprochen wird, sind meist gelöste Calcium- und Magnesiumverbindungen gemeint, primar Calciumcarbonat (CaCO3) und Calciumhydrogencarbonat (Ca(HCO3)2). Diese entstammen dem Kalkgestein, durch das Grundwasser auf dem Weg zur Wasseraufbereitung fließt.

Diese Verbindungen sind gelöst und unsichtbar, solange das Wasser kalt ist. Erst beim Erwärmen „fällt“ der Kalk aus und wird als weißer Belag sichtbar.

Ist Kalk im Trinkwasser gesundheitsschädlich?

Nein. Hartes Wasser ist für gesunde Erwachsene nicht gesundheitsschädlich. Im Gegenteil: Das Calcium und Magnesium im Trinkwasser kann sogar zur täglichen Mineralstoffzufuhr beitragen.

  • Calcium ist wichtig für starke Knochen und Zähne
  • Magnesium unterstützt Muskelfunktion, Nervensystem und Energiestoffwechsel

Das Umweltbundesamt und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufen hartes Trinkwasser als gesundheitlich unbedenklich ein – und weisen darauf hin, dass es sogar günstige Effekte auf die Herzgesundheit geben kann.

Für wen könnte hartes Wasser problematisch sein?

  • Säuglinge: Für die Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung sollte kein Wasser mit sehr hohem Mineralgehalt verwendet werden – hier gilt die Empfehlung, stilles Mineralwasser mit niedrigem Natrium- und Nitratgehalt zu nutzen
  • Dialysepatienten: Dialysewasser muss spezifische Anforderungen erfüllen; dies ist aber eine medizinische Fragestellung
  • Menschen mit Nierensteinen: Umstritten – einige Studien deuten darauf hin, dass sehr kalkhaltiges Wasser bei entsprechender Disposition die Nierensteinbildung begünstigen könnte

Was macht Kalk wirklich kaputt: Geräte statt Gesundheit

Das eigentliche Problem mit hartem Wasser ist nicht die Gesundheit, sondern die Technik. Kalkablagerungen an Heizstäben erhöhen den Energieverbrauch, verkürzen die Lebensdauer von Geräten und verstopfen Rohrleitungen und Duschköpfe.

Ein Haushalt in einer Region mit sehr hartem Wasser (über 21 dH) gibt laut Studien jährlich deutlich mehr für Reinigungsmittel, Entkalker und frühzeitigen Geräteersatz aus als Haushalte in Regionen mit weichem Wasser.

Lösung: Wasserenthärtung statt Bedenken

Wer Kalk im Haus reduzieren will – nicht aus Gesundheitsgründen, sondern für den Schutz von Geräten und die Reduzierung des Reinigungsaufwands – setzt auf einen Wasserenthärter für das ganze Haus (Anzeige · Shop des Seitenbetreibers). Kalk wird am Hauseingang entfernt. Alle Geräte, Leitungen und Armaturen bleiben dauerhaft sauber.

Weiterführende Quellen